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Peterbus & die Exzellente Schar

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Ausgegraben: Anno 1602

15.01.2014 Max 1 Comment

Inspiriert durch den Beitrag von Peterbus über Stronghold habe ich mir einen weiteren Spieleklassiker vorgenommen den ich im Folgenden vorstellen möchte.
Es handelt sich hierbei um Anno 1602. Das 1998 erschienene Aufbaustrategiespiel avancierte schnell zu einem der erfolgreichsten Exportprodukte der deutschen Spielebranche.

Eine neue Welt

anno1602_mit_logoWie der Name des Spiels erahnen lässt, spielt es zu Beginn des 17ten Jahrhundert mitten im der Kolonialzeit.

Das Spielprinzip von Anno ist vergleichsweise schnell erklärt: Als Spieler beginnt man mit einem Schiff voll beladen mit Baumaterial und Nahrung. Alsbald geht es darum eine geeignete Insel ausfindig zu machen um dann eine einfache Infrastruktur in Form von Gebäuden, Straßen und dergleichen zu errichten.

Die Bewohner der errichteten Häuser werden schnell anspruchsvoller was ihren Bedarf angeht und so obliegt es dem Spieler die Versorgung mit diversen Waren sicherzustellen.
Die Wünsche der Bewohner sind sehr vielfältig und reichen von Lebensmitteln bis hin zu Luxusgütern wie Schmuck oder Kakao.
Eine gute Versorgungslage ist ausschlaggebend für den sozialen Aufstieg der Siedler bis hin zu wohlhabenden Aristokraten. Dies ist nicht nur aus steuerpolitischen Überlegungen (Aristokraten zahlen maximale Steuern), sondern auch für das Freischalten neuer Gebäude und Einheiten erstrebenswert.

Handel – der Schlüssel zum Glück

Große Teile des Spiels nehmen Handel und der Transport von Waren im Allgemeinen ein.
Über das eigene Kontor können Waren von Mitspielern und freien Händlern gekauft oder an diese verkauft werden. Auch können Waren mit Schiffen zwischen den eigenen Inseln verschoben werden. Es ist nämlich möglich, die Siedlungsfläche auf fremde Inseln auszudehnen. Dies ist schon allein deshalb von Nöten, da nicht alle Rohstoffe und Waren auf jeder Insel gleichermaßen gut produziert werden können.

Die Dackel des Krieges

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In Anno 1602 ist es auch möglich Krieg zu führen. Anders als in anderen Strategiespielen ist dies jedoch nicht zwingend notwendig, um das Spielziel zu erreichen.
Dass der Kriegsführung vom Entwicklerteam nicht die höchste Priorität eingeräumt bekommen haben muss, ist unverkennbar. Diese stellt neben der etwas leicht durchschaubaren KI der Mitspieler die einzige klare Schwachstelle von Anno dar.

Fazit

Sieht man einmal von der nicht so ganz überzeugenden Kriegsmechanik ab, kann Anno 1602 auch heute noch eine Menge Spielspaß bringen.
Doch was ist es, das Anno zu einem der – in meinen Augen – besten Strategiespiele macht? Ich denke es ist vor allem das Spannungsfeld zwischen Komplexität und Einfachheit, das das Spiel auszeichnet: Eine komplexe Gesellschaft mit einer Wirtschaft, die einem Uhrwerk gleicht, wird vom Spieler Schritt für Schritt durch einfache und nachvollziehbare Aktionen errichtet.

Anno 1602 heute spielen

Soweit mein Wissen reicht, gibt es Anno 1602 leider noch nicht als Freeware.
Auf Amazon gibt es das Spiel aber bereits ab 6,99 € (Stand: 15.01.2014):

 

Anno 1602 online spielen

Alternativ dazu kann man natürlich auch die Online-Variante „Anno online“ kostenlos spielen.
Was ich persönlich allerdings von der Qualität dieser Free-To-Play-Remakes halte, habe ich im Artikel „der Ausverkauf der Spiele-Klassiker“ ausführlich dargelegt.


Eine Freeware-Alternative bietet Unknown Horizons, das von Fans entwickelt wurde. Ich kann dazu allerdings keine Empfehlung aussprechen, da ich es bisher nicht gespielt habe – einen Blick ist es aber sicherlich wert.

Wer sich darüber hinaus über alle Teile der Anno-Reihe informieren möchte, findet auf den folgenden Seiten alles, was das Herz eines jeden Kolonialherren begehrt:

#Anno#Aufbaustrategiespiel#Spieleklassiker#Strategiespiel

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    „Dackel des Krieges“ ich schmeiß mich weg! 😀