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Peterbus & die Exzellente Schar

Pentium G2020

Desktop PC: Selbstgemacht, gut und günstig!

29.05.2013 Oli 2 Comments

Immer wieder wird in den Medien der Untergang des Desktop PCs prophezeit. Jüngst ließ sich sogar das mächtige Microsoft von dieser Idee täuschen und entwickelte Windows 8 als Betriebssystem für alle möglichen Plattformen, aufgrund der Annahme, der durchschnittliche Arbeitnehmer würde immer häufiger Tablets an seinen Arbeitsplatz tragen, statt einen normalen PC zu nutzen. Weit gefehlt! Der Desktop PC hat noch lange nicht ausgedient. Wir zeigen einen günstigen und guten Eigenbau für den Office und Multimedia Bereich.

Alles wird besser

Ersetzt werden sollte ein Computer mit Hardware die teilweise weit über 8 Jahre alt war. Der Einsatzbereich ist die Multimedia und Office Nutzung. Das bedeutet: Office-Anwendungen wie MS Word/Excel, Browsing (Youtube etc.), Mails, hier und da mal eine DvD wiedergeben und all diese Dinge. Die Anforderungen sind daher nicht allzu gewaltig und so kann man einen günstigen und guten Desktop PC basteln, der durchaus 3-5 Jahre tadellos seinen Dienst leisten wird.

Die Komponenten

Wir bauen von innen nach Außen und beginnen daher mit den Herzstücken.

  1. Das Mainboard

    1. MSI Z68A-G43 (G3) – Hier ist zu beachten, dass das Bios für eine Ivy Bridge CPU geflasht werden muss. Diese werden erst ab 5.xx unterstützt, während das Board meist mit 4.xx ausgeliefert wird. ~60€
  2. Die CPU

    1. Intel Celeron G550 – Unsere erste Sandy Bridge Variante schlägt mit ~44€ zu Buche
    2. Intel Pentium G860 – Die zweite Sandy Bridge Wahl. Dieser ist besser ausgestattet als der G550, bietet mehr Leistung und mehr Optionen bei der Wahl des RAM – wählen, wenn man nicht die Möglichkeit hat das Bios des Mainboards zu flashen.  ~61€
    3. Intel Pentium G2020 – Wir wählten diesen Ivy Bridge Prozessor und flashten mit einem Celeron G465 das Bios unseres Mainboards. Leistungsmäßig steht er mit dem G860 ungefähr auf einer Stufe, ist aber günstiger und hat eine geringere Watt-Aufnahme. Lediglich die integrierte GPU (Grafikkern) ist etwas schwächer als beim G860. Die Unterschiede sind für unsere Zwecke recht marginal. Beide CPU’s sind daher eine gute Wahl, sofern man das Bios flashen kann! ~58€
  3. Das Netzteil

    1. be quiet! Pure Power L7 300W – Das NT bietet noch ausreichend Luft nach oben und ist in der Energieeffizienzklasse Silver ~36€
  4. Der Arbeitsspeicher (RAM)

    1. Mushkin DIMM 4GB DDR 1333 – Zwar wird diese Taktrate vom G2020 nicht offiziell als kompatibel geführt, funktioniert aber tadellos. Auch mit dem G860, sollte es keine Probleme geben. ~26€
  5. Die primäre Festplatte

    1. Western Digital WD5000 500GB – Hier kann man natürlich auch eine deutlich kleinere Festplatte wählen. Alles im Rahmen von 128GB wäre vollkommen ausreichend. Allerdings sind die Preisunterschiede so gering, dass man ruhig zu größerer Kapazität greifen kann. Für unsere Zwecke optimal: Es sollen im Laufe der Zeit einige umfangreiche Hörbücher gespeichert werden. Somit ist auf lange Sicht die Notwendigkeit für zusätzlichen Speicher nicht gegeben. ~49€
  6. Ein optisches Laufwerk

    1. LG GH-24NS DVD-Brenner – Für unsere Bedürfnisse reicht ein DVD Laufwerk/Brenner vollkommen aus. Blu-Ray am PC schlägt automatisch teurer zu Buche, da es für komerzielle Blu-Rays keinen kostenlosen Mediaplayer gibt. Hier muss Software wie PowerDVD erworben werden. ~17€
  7. Das Gehäuse

    1. Cooler Master Elite 310 – Hier gibt es natürlich eine Vielzahl an Optionen. In unserem Fall ist die Wahl eines Midi-Towers ganz und gar in Ordnung. ~36€
  8. Zusätzliche Kühlung

    1. Scythe Katana 4 – Der CPU Lüfter ersetzt den Stock-Cooler. Beim flashen des BIOS erreichte unser mitgelieferter Kühler mit dem G465 gerade so 50-55°, während der Scythe Katana 4 mit dem P2020 (deutlich stärker) mit küheln 35° läuft. Grundsätzlich reicht natürlich der mitgelieferte Lüfter der CPU. Allerdings ist ein anderer Kühler deutlich effizienter und vorallem leiser. Darüberhinaus muss man natürlich darauf achten, dass ein zusätzlicher Lüfter auch noch Platz im Gehäuse hat! (Vielen Dank an Max für den Hinweis) ~25€
    2. Zalman CNPS5X Performa – Alternativ ginge etwas günstiger der Zalman CPU-Kühler her. Wahrscheinlich erreicht dieser nicht ebenso optimale Werte wie der Scythe Katana, würde für unsere Zwecke aber auch reichen. ~15€
    3. be quiet! Shadow Wings SW1 LS 120mm – Dieser ist vollkommen optional und dient dazu die Luft nach hinten aus dem Gehäuse hinaus zu befördern. Im Gehäuse ist bereits einer verbaut, der aber nicht ganz so laufruhig ist wie dieser. ~15€
  9. Das Betriebssystem

    1. Windows 7 – Hier empfehle ich den Blick auf eBay, wenn ein neuer Lizenzkey angeschafft werden muss. Windows 8 ist aktuell (und wahrscheinlich auch weiterhin) nicht unbedingt zu empfehlen, obgleich es sich preislich nicht viel gibt. ~35€

Je nachdem, welche Komponenten man wählt, kommt man auf ca 300€ und erhält dafür einen überaus soliden Multimedia/Office Desktop PC.

Tipps zum Zusammenbau

Wer selbst noch nie, oder schon lange nicht mehr, einen Computer selbst zusammengeschraubt hat, mag möglicherweise etwas reserviert sein gegenüber einem solchen Unterfangen. Allerdings ist es ein bisschen wie Lego mit Elektronik, also es mach in jedem Fall Spaß und allzuviel kann man nicht falsch machen. Wichtig ist: Aufmerksam und vorsichtig mit den Komponenten umgehen. Bevor man mit den Bauteilen hantiert, sollte man sich selbst erden, z. B. indem man das metallene Gehäuse eines PCs berührt, der bereits in Betrieb ist.

Die Reihenfolge

Zuerst sollte man die Muttern für das Mainboard im Gehäuse platzieren.

Gehäuse Mutter

Daraufhin kommt die Blende des Mainboards und das Mainboard selbst
Jetzt setzt man die CPU ein (auf den Pfeil achten) und verbaut den RAM gemäß der Anleitung des Handbuches. Man bemerke weiter unten, dass ich vergaß zuerst den RAM einzusetzen. In diesem Fall löste ich den Lüfter vom CPU Kühler, setzte den RAM-Riegel ein und klemmte den Lüfter erneut an.

Pentium G2020

Je nach Gehäuse kann man jetzt das Netzteil einbauen, sowie zusätzliche Lüfter.

Mainboard, Be quiet! NT, Silent Wings, MSI MB und Pentium G2020

Nun gibt man die Wärmeleitpaste auf die CPU – hier gibt es verschiedene Philosophien. Das beste Ergebnis erzielt man meiner Meinung nach mit einem kleinen Tropfen in die Mitte der CPU, der mit der Platte des Lüfters durch leichten Druck automatisch verteilt wird.

Pentium G2020 + Thermal Paste

 

Nun setzt man den CPU Lüfter auf (Die Laufrichtungen der verbauten Lüfter beachten um einen sinnvollen Luftstrom zu erzeugen).

Scythe Katana 2

Scythe Katana 2 Lüferrichtung

Zu guter Letzt setzt man so Dinge wie Festplatten und Laufwerke ein und kümmert sich um die korrekte Verkabelung im System (kann man auch früher erledigen).
Wer an irgendeinem Punkt Schwierigkeiten mit der Montage hat (z. B. die Plastikclips für den CPU Lüfter sind etwas widerspenstig) kann dazu ausreichende Tutorials auf Youtube finden.

#Desktop PC#Multimedia/Office PC

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