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Peterbus & die Exzellente Schar

Dirty Bomb 12

Dirty Bomb Review

28.06.2015 Oli 0 Comments

F2P Shooter gibt es wie Sand am Meer. Gute F2P Shooter hingegen sind eine wahre Seltenheit. Dirty Bomb tritt an und stellt sich der Herausforderung. So richtig gelingen, will es aber nicht.

Kurzbeschreibung

Entwickler: Splash Damage
Jahr: 2015
Steam: http://store.steampowered.com/app/333930/
Spielempfehlung? Nur wenn man keinen Wert auf Spielfortschritt legt

Pro

  • Schnelle Action
  • Sehr solides Gameplay
  • Passable Grafik
  • Halbwegs gutes Balancing (zwischen den Klassen, nicht im generellen Matchmaking)

Contra

  • Ultra langsame Progression nach den ersten ~30.000-40.000 Credits (1 Win = ca. 70-180 Credits; ein Merc = 30.000 bis 50.000 Credits)
  • Endloser Grind
  • „Zufallssystem“ (aka Glücksspiel) bietet so gut wie nie befriedigende Ergebnisse (man bekommt nahezu immer Karten für Mercs die man nicht spielen kann)
  • „Craftingsystem“ (über das man eigene Merc Konfigurationen bauen kann) ähnlich teuer wie die Mercs an sich
  • Ohne Objectives kein sinnvolles voran kommen
  • 2 vs 0 Spiele möglich – mit vollen Belohnungen
  • Matchmaking teilweise sehr buggy (Teams meist unausgeglichen, was Anzahl und Skill angeht)
  • Inspirationslose Spielmodi

Wer sich nicht daran stört den typischen F2P (oder eher Freemium)-Systemen zu begegnen, diese ignoriert und das Spiel einfach deshalb spielt, weil man die unkomplizierte und recht hirnlose Action mag, ist bei Dirty Bomb ganz gut aufgehoben. Spieler die hingegen gerne einen Fortschritt in ihren Spielen sehen und die gebotene Möglichkeit zur Individualisierung auch nutzen wollen, dürften mit Dirty Bomb wenig Freude haben.

Im Grunde genommen ist es immer zu das Gleiche. Die einzelnen Runden fühlen sich leer an, die Spielmodi bieten überhaupt keine Abwechslung. Entweder man spielt auf „Objective“ d. h. man erfüllt die Ziele auf der Karte (Verteidigung vs. Angriff) oder man spielt „Stopwatch“ und… erfüllt… die Ziele auf der Karte… Bloß 2x! Jedes Team darf mal! Man bekommt nicht wirklich mehr Credits dafür, aber es dauert doppelt so lange! Der neue Spielmodus, der eher eine Art Team Deathmatch ist, findet nie Spieler und ist damit unnutzbar und wertlos. Das gleiche gilt für gerankte Spiele.

Also bleibt nur der Objective Grind. Hurra. Gameplaytechnisch ist das Spiel ganz gut und bietet diverse Ideen, die ganz nett sind. Überschattet wird es aber von dem unendlichen Grind, den ewig gleichbleibenden Matches und dem komplett durchwachsenen Freemium-System.

Ich verstehe woher die meisten positiven Bewertungen kommen und Dirty Bomb ist sicher nicht das schlimmste Spiel seiner Art. Es macht sogar ein wenig Spaß, hier und da. Vor allem dann, wenn man die ganze Freemium Sache ignoriert und einfach nur spielt und nicht versucht so etwas wie Fortschritt zu erreichen.

Allerdings baut es dafür zu sehr auf diesem Fortschritt auf. In meinen Augen hätte Dirty Bomb etwas sehr gutes und interessantes sein können, das Geschäftsgebaren zerstört diesen Eindruck sofort wieder.

#Dirty Bomb#F2P#FPS

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