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Spec Ops 12

Spec Ops The Line

28.06.2015 Oli 0 Comments

Spec Ops: The Line stand schon länger auf der Liste der Spiele, die ich irgendwie spielen wollte und dann doch nicht. Selbst, wenn man es nie gespielt hat und sich nicht gezielt darüber informierte, wusste man doch vorher schon zu viel. Dennoch war ich jetzt gespannt, ob es seinem Ruf als gnadenloser Weckruf gerecht werden kann.

Kurzbeschreibung

Entwickler: Yager
Jahr: 2015
Steam:: http://store.steampowered.com/app/50300/
Kaufempfehlung? Definitiv

PRO

  • Story ist gut erzählt
  • Voice-Acting (OV, Englisch) ist glaubwürdig und gut gemacht
  • Shooter-Mechaniken sind solide
  • Setting erklärt das üblicherweise unerklärliche Vorhandensein von hüfthoher Deckung
  • Atmosphäre erinnert stark an Bioshock – Verzweiflung gemixt mit Größenwahn
  • Munition ist Mangelware
  • Friendlyfire ist an!
  • KI-Kameraden treffen tatsächlich den Gegner

CONTRA

  • In den ersten 4,5 Stunden ist es größtenteils ein sehr normaler, linearer Shooter
  • Coversystem spinnt ganz gerne und führt zum Tod

Unabhängig davon, ob man sich von Spec Ops: The Line, tatsächlich eine Gänsehauterfahrung erwartet, ist das Spiel ein grundsolider Shooter mit einer guten Story. Ich weiß leider nicht, wie viel Zeit man tatsächlich mit dem Spiel verbringen muss, bis man zu den Stellen kommt, an denen man alles in Frage stellt und das Spiel als pure Kriegskritik daher kommt. Vielleicht habe ich die Stellen schon erlebt (Spoiler:) .

Vielleicht hat man als Spieler seit dem Release auch schon zu viel gesehen, ich jedenfalls empfand das Setting und die Ereignisse nicht sonderlich bedrückend. Das hängt zu einem großen Teil auch daran, dass die Akteure, die mir einreden möchten, dass ich ein Monster bin, meistens kurz vorher selbst die angeprangerten Methoden verwendet haben. Alleine die Prämisse, dass man als Search & Rescue-Team direkt von allen Seiten unter Beschuss genommen wird, macht es schwer irgendeine Sympathie mit irgendwem aufzubauen. In meinen Augen sind alle beteiligten Charaktere schuldig, abgesehen von Adams. Adams ist ein Engel.

Macht das Spiel Spaß? Ja. Die Kugeln machen *splat**splat**splat* beim Auftreffen und Gegner fallen um. Viel mehr möchte man von einem Shooter nicht. Die Gegner suchen Deckung, zeigen sich aber ausreichend, um einen guten Spielfluss zu garantieren. Checkpoints sind häufig und sorgen dafür, dass man auch bei Fehlschlägen nicht all zu schnell frustriert wird. Alles in allem sind alle Situationen machbar.

Die eingebauten Entscheidungen, die der Spieler treffen muss, geben einen gewissen Wiederspielbarkeitswert.

Grundsätzlich kann ich Spec Ops: The Line durchaus empfehlen. Beim heutigen Preis kann man da im Grunde nichts mehr falsch machen, wenn man Shooter mag, die grundsätzlich auf Story fokussiert sind.

#Krieg#Spec Ops The Line

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