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Peterbus & die Exzellente Schar

Gruselgeschichten der Gamingwelt

13.04.2014 Oli 0 Comments

Über Twitter und Reddit äußerte sich das Entwicklerteam hinter Starbound über einen Vorfall von sexueller Belästigung innerhalb ihrer Foren, der sich gezielt an Minderjährige zu richten schien. Zeit, sich mal wieder die negativen Seiten des Internets vor Augen zu führen.

Es ist bunt, es ist niedlich und einfach zugänglich. Kinder und Jugendliche aller Nationen tummeln sich in Onlinespielen und den Kommunikationsplattformen ihrer Lieblingstitel. Beim Sandbox Spiel Starbound wurde nun offiziell einen solcher Fall bestätigt. Der Nutzer wurde gebannt und die entsprechenden rechtlichen Schritte eingeleitet. Das ist nun ein einzelner Fall, von dem wir erfahren haben. Die Frage, die sich mir sofort stellt, ist: Wie oft passiert das? Welche Plattformen sind noch betroffen? Wieso hören wir so selten von solcherlei Vorfällen?

Starbound

Aufmerksamkeit aller Nutzer gefordert

Über Chatportale und ähnliche soziale Netzwerke, die sich speziell an Minderjährige richten, ist seit vielen Jahren bekannt, dass dort aktiv gegen sexuelle Belästigung vorgegangen wird. Allerdings reicht es nicht, wenn die Betreiber solcher Seiten das ihre dazu tun, in Form von Meldefunktionen und ausreichend Moderatoren, die entsprechend geschult sind. Jeder Spieler und jedes Mitglied einer Gemeinschaft ist gefordert. In meiner Zeit als Spieler habe ich oftmals aktiv in Gildenleitungen mitgewirkt und war mir der Gefahr für jüngere Spieler und Spielerinnen immer bewusst. Glücklicherweise ist mir aus diesen Zeiten kein entsprechender Vorfall bekannt, dennoch hatten wir (Offiziere etc.) immer ein Auge auf jüngere Mitglieder. Oftmals entsteht der Eindruck, dass jüngere Spieler im Grunde nur nervige Nebenerscheinungen einer wachsenden Gamerkultur darstellen. Da ist viel Potenzial für Drama, Aufmerksamkeitshascherei und altersbedingter Sinnlosigkeit. Daher ist man geneigt sich weder mit jüngeren Spielern zu befassen, noch sich großartig auf die weitverbreitete Kultur des “Trollens” einzulassen.

Hinschauen und Handeln

Obwohl man gute Gründe haben könnte sich nicht mit minderjährigen Spielern zu befassen, basieren diese durchaus auch auf Vorurteilen. Einerseits verhält sich nicht jeder seinem Alter entsprechend, ich kenne einige die mit elf Jahren erwachsener waren als fünfzigjährige Ingenieure, andererseits haben wir immer eine Verantwortung gegenüber unserem Umfeld. Wir sind niemals losgelöste Teile, die sich lediglich im Rahmen von Gemeinschaften bewegen. Wir haben Einfluss auf das, was geschieht. Zudem wünschen wir uns meist eine gesunde und gut funktionierende Gemeinschaft in und rund um die Spiele, mit denen wir uns befassen. Dafür tragen wir auch in der digitalen Welt die Verantwortung. Selbst wenn wir also nicht direkt mit jüngeren Teilnehmern unserer Welten interagieren, sollten wir dennoch alle ein Auge darauf haben.

Fallen dann merkwürdige Dinge auf, sollte man diese unbedingt über die vorhandenen Meldesysteme weitergeben. Ist es wirklich explizit und unmissverständlich kann man sich auch direkt an die Behörden wenden. Ich bin daher sehr erfreut, dass die Nutzer von Starbound so verständnisvoll darauf reagierten, dass im Zuge dieses Vorfalles die Entwicklungszeit womöglich ein wenig verzögert wird. Negatives Verhalten muss erkannt und auch behandelt werden. Wegschauen und ignorieren behebt keine Probleme.

Es geht uns alle an

Jede Gemeinschaft, egal ob online oder offline, ist möglicherweise betroffen und es dürfte häufiger zu derartigen Vorfällen kommen, als es uns lieb ist. Es ist wahrscheinlich keine gute Presse und daher hören wir wohl zu selten davon, dass sich ein umfangreiches Bewusstsein in der Öffentlichkeit für diese Problematik entwickelt. Daher gilt es auch für Online-Poker (in Deutschland bevorzugen die meisten Online-Poker-Spieler 888), meine oftmals benannte Alternative zu vielerlei. Egal wo man sich aufhält, ist daher Aufmerksamkeit geboten.

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