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Uber und die Taxifahrer

13.05.2014 Oli 0 Comments

Uber ist in aller Munde. Vor allem in denen von Richtern und der deutschen Taxi-Innung. Das Start-up, das Carsharing um einen privaten Fahrer erweitert, steht in nahezu allen Einsatzgebieten unter Druck. Jetzt auch in Melbourne, Australien.

Per App ruft man sich einen privaten Fahrer mit seinem Privatfahrzeug für eine private Taxifahrt. Diese wird direkt über die App abgerechnet. Im Distrikt Victoria werden Fahrer des Carsharingservice Uber mit bis zu 1700$ Bußgeldern zur Kasse gebeten. Diese verstoßen nach Ansicht der australischen Behörden nämlich gegen geltendes Recht. Niemand darf in Australien, wie auch in anderen Ländern, ohne entsprechende Genehmigungen Personen gegen ein entsprechendes Entgelt befördern. Die Reaktion von Uber darauf erinnert an ein trotziges Kind: „we applaud the Victorian government’s efforts and appreciate their support for innovation and competition“ (wir applaudieren der Regierung von Victoria für ihre Anstrengungen und sind dankbar für ihre Unterstützung von Innovation und Wettbewerb), zitiert CNET.

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Ähnliche Stellungnahmen von Uber ließen sich auch in anderen Ländern, wie hier in Deutschland finden. Denn auch in Deutschland sieht sich das Unternehmen einer gesetzlichen Realität gegenüber gestellt, die nicht mit dem Geschäftsgebaren übereinstimmt. Die Strategie von Uber ist uberall (hah.) Gleich: zuerst wird der Dienst still und heimlich aufgebaut. Ist er halbwegs erfolgreich und wird angenommen, beginnt man darüber zu sprechen und ihn noch weiter zu expandieren. Die Idee dahinter ist, dass, bei großer Akzeptanz in der Bevölkerung, die Gesetze schon zugunsten des Konzerns angepasst werden.

Alleine schon deshalb finde ich Uber, ubermäßig (hah².) Unsympathisch. Sicherlich benötigt das Taxigewerbe frischen Wind durch faire Konkurrenz. Dabei übersieht der Konzern, genauso wie die Kunden, die rechtliche Seite. Welche private Haftpflichtversicherung deckt bitte einen Unfall, in den ein Uberfahrer samt Passagier involviert ist? Wettbewerb und Innovation in allen Ehren, dies muss aber auch im gesetzlichen Rahmen möglich sein. Die amerikanische „shoot first, ask questions later“, Mentalität hat keinen Platz auf Deutschlands Straßen.

#Taxi#Uber

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